Barrierefreiheit

Eine barrierefreie Umwelt ist für fast alle Menschen angenehm. Für einige ist sie allerdings Grundvoraussetzung einer eigenständigen Mobilität.

 

Auf dieser Seite finden Sie folgende Hilfestellungen zur barrierefreien ÖPNV-Nutzung:

 

Modellprojekt Handlaufbeschriftungen

Damit sich blinde und sehbehinderte Personen besser in unseren Haltestellen orientieren können, wurde von uns ein Konzept für Handlaufbeschriftungen an Treppenaufgängen und Treppenabgängen entwickelt. Um dieses Konzept zu testen, wurde die Stadtbahnhaltestelle Heumarkt mit Handlaufbeschriftungen ausgestattet. Im Folgenden können Sie sich über den Aufbau des Beschriftungskonzepts und der Funktionsweise der Beschriftungen informieren.
  • Wo befinden sich die Handlaufbeschriftungen und wie finde ich diese?
  • Die Handlaufbeschriftungen sind an jedem Anfang und Ende eines Handlaufs an einer Treppe montiert. An einer Treppe befinden sich somit insgesamt vier Handlaufschilder. Für die Orientierung sind immer die Schilder in Gehrichtung am rechten Handlauf relevant. Die Beschriftung auf der linken Seite ist immer für die entgegengesetzte Gehrichtung. Grundsätzlich befinden sich die Schilder an einem Handlauf unmittelbar vor der ersten Treppenstufe und unmittelbar hinter der letzten Treppenstufe. Je nach Ausführung des Handlaufs und Größe des Schildes kann die Position im Einzelfall leicht variieren.



  • Wie sehen die Handlaufbeschriftungen aus und wie muss ich die Beschriftung lesen?
  • Die Schilder bestehen aus Aluminium, sind ca. vier Zentimeter breit und an die Form des Handlaufs angepasst. Der Inhalt des Schildes bestimmt dessen Länge. In der Regel liegt die Länge eines Schildes zwischen fünfzehn und fünfzig Zentimeter. Die Grundfarbe des Schildes ist schwarz und die Profilschrift ist in Metallfarben kontrastreich von der Grundfarbe abgesetzt. Alle Angaben auf dem Schild sind sowohl in Brailleschrift als auch in Profilschrift ausgeführt. Während die Profilschrift mittig auf zwölf Uhr auf einem runden Handlauf ausgerichtet wird, befindet sich die Brailleschrift rechts der Profilschrift leicht zur Wand ausgerichtet. Der Beginn der Beschriftung befindet sich in Gehrichtung gesehen am Ende des Schildes.

    Foto einer Handlaufbeschriftung



  • Welche Informationen enthalten die Beschriftungen und wie sind diese zu interpretieren?
  • Die Informationen auf den Schildern sind stark komprimiert, enthalten jedoch die für die Zielfindung und Orientierung wichtigsten Angaben. Im Regelfall werden an einem Schild maximal zwei Ziele genannt, es sei denn, an einem Bahnsteig fahren die Stadtbahnen zu mehr als zwei Zielen. Dann werden alle Ziele genannt. Am Anfang einer Treppe befindet sich eine grobe Zielinformation. Am Ende einer Treppe wird diese grobe Information meist durch Richtungsangaben verfeinert.

    Die Richtungsangaben erfolgen auf dem Schild entweder durch die Abkürzung R für rechts oder L für links. Befindet sich das Ziel um hundertachtzig Grad versetzt erfolgt die Angabe durch einen entsprechend geformten Pfeil. Befindet sich keine Richtungsangabe auf dem Schild bedeutet dies geradeaus. Ziele die in die gleiche Richtung führen, werden auf dem Schild durch ein Komma getrennt. Wenn auf einem Schild Ziele genannt werden die in verschiedene Richtungen führen, werden diese mit einem mittig positionierten Punkt getrennt. Richtungsangaben geben die grundsätzliche Richtung an in der sich ein Ziel befindet.

    Eine Besonderheit betrifft die Hinweise auf die Stadtbahn. Steht auf einem Handlauf das Ziel Linie, so ist dies der Hinweis darauf, dass die Treppe unmittelbar zu einem Bahnsteig führt. Steht auf dem Handlauf hingegen das Ziel Bahn, so führt die Treppe nicht unmittelbar zu einem Bahnsteig, sondern es müssen noch weitere Zwischenebenen der Haltestelle durchquert werden.

  • Ich habe Anmerkungen/Kritik zu dem Konzept. Wo kann ich diese einbringen?
  • Das Konzept befindet sich derzeit in der Testphase. Für konstruktive Kritik, die der Verbesserung des Konzeptes dient und hilft Schwachstellen aufzuspüren, sind wir deshalb sehr dankbar und auf Ihre Mithilfe angewiesen. Wenn Sie die Handlaufbeschilderung bereits vor Ort getestet haben, so können Sie an der Evaluation des Konzeptes teilnehmen. Rufen Sie dafür bitte folgenden Link auf: https://www.kvb-marktforschung.de/uc/Handlaufbeschriftungen/



 

Liniennetzplan "Touren ohne Treppen"

Der "Touren ohne Treppen"-Plan ist eine Hilfe bei der Planung einer barrierefreien Route durch den ÖPNV.

  • Grün markierte Haltestellen sind gänzlich barrierefrei: Die Bahnsteige können direkt, per Fahrstuhl oder/und über eine kurze Rampe erreicht werden.
  • Gelb markierte Haltestellen sind eingeschränkt barrierefrei, z.B. durch eine lange Rampe oder etwas zu große Spaltmaße zwischen Bahnsteigkante und dem Fahrzeugboden
  • Rot markierte Haltestellen bieten keinen barrierefreien Zugang zu den Haltestellen oder keinen barrierefreien Einstieg ins Fahrzeug
Aufzüge im KVB-Netz - Verfügbarkeit - Ausfall - Defekt

Informationen für Mobilitätseingeschränkte

Mobil auf ganzer Linie - Rund um die Themen "richtig planen", "sicher fahren" und "gut ankommen" informiert Sie die folgende Broschüre (steht als PDF-Datei zum Download bereit) über Hilfestellungen im ÖPNV.

Beförderung von E-Scootern

  • in gekennzeichneten Bussen & Stadtbahnen der KVB
  • im Stadtgebiet Köln

Grundlage für die Beförderung

  • ist der Erlass des Landesverkehrsministeriums zur Beförderung von E-Scootern mit aufsitzender Person
  • sowie die aktualisierten Beförderungsbedingungen vom 1.1.2019


Wichtige Voraussetzungen

  • Der E-Scooter-Nutzer muss im Besitz eines Schwerbehinderten-Ausweises mit Merkzeichen „G“ oder „aG“ sein. Nachrangig genügt eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Eine ärztliche Bescheinigung reicht hingegen nicht aus.
  • Für die Beförderung in gekennzeichneten Bussen & Stadtbahnen (Hochflurnetz) sind E-Scooter mit vier Rädern bis 1,20 Meter Länge und einer Freigabe für den ÖPNV durch den Hersteller zugelassen. Erkennen können Sie das an einem entsprechenden Hinweis in der Bedienungsanleitung sowie einem entsprechenden Aufkleber am E-Scooter (siehe Abbildung 1). Erkundigen Sie sich vor der ersten Fahrt in Ihrem Fachgeschäft oder beim Hersteller, ob Ihr E-Scooter eine entsprechende Zulassung hat.

1. E-Scooter Kennzeichnung

  • Der Auslastungsgrad des Fahrzeuges muss die Mitfahrt zulassen.
  • Die Vorgaben für das Ein- und Ausfahren sowie die korrekte Aufstellung sind zwingend zu beachten. Diese entnehmen Sie bitte dem untenstehenden Flyer.
  • Die KVB empfiehlt auch die von ihr angebotenen Schulungen zur Einweisung und Übung. Anmeldung zur freiwilligen Schulung unter e-scooter@kvb.koeln.
  • Das Hochflurnetz umfasst die KVB-Linien 3, 4, 5, 13, 16, 17 und 18 im Kölner Stadtgebiet (siehe Liniennetzplan „Touren ohne Treppen“).
  • Fahrten mit den Linien 1, 7, 9, 12 und 15 sowie Fahrten außerhalb des Stadtgebietes sind nicht zulässig.
  • Der Einstieg ist bei Bussen immer an der zweiten Tür und bei Bahnen an der vierten Tür in Fahrtrichtung.

2. E-Scooter Kennzeichnung an Fahrzeugen (Bus/Bahn) im Außenbereich

Besonderheit für E-Scooter im Schienenverkehr 

Ausschließlich in den gekennzeichneten Stadtbahnen (nicht in den Bussen) ist unter bestimmten Bedingungen die Mitnahme von E-Scootern bis zu einer maximalen Größe von 1,40 Metern möglich. Allerdings ist hierfür eine zusätzliche Abnahme durch die KVB nötig.

 

Für die Abnahme gelten folgende Bedingungen:

  1. Bescheinigung des Herstellers bzw. Zulassung im Schienenverkehr in der Bedienungsanleitung 
  2. Das Gesamtgewicht inklusive E-Scooter-Nutzer/-in überschreitet 300 kg nicht.
  3. Die Gesamtlänge des E-Scooters beträgt maximal 1,40 m.
  4. Der E-Scooter ist vierrädrig.
  5. Der E-Scooter verfügt über ein Bremssystem, das immer auf beide Räder einer Achse zusammen wirkt und nicht durch ein Differential überbrückt werden kann (z. B. gesonderte Feststellbremse).
  6. Der E-Scooter darf keine rückwärtigen Anbauteile haben.
  7. Der Nutzer besitzt einen gültigen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „G“ oder „aG“ bzw. alternativ eine attestierte medizinische Notwendigkeit.

Die Abnahme wird durch den per Unterschrift dokumentierten Erhalt eines Merkblatts der KVB bestätigt. Als sichtbares Zeichen für die Abnahme wird ein Aufkleber auf der Lenksäule des E-Scooters angebracht.
Die Kennzeichnung ist erforderlich, weil die KVB die Einhaltung der Zulassungsvoraussetzungen durch das Betriebs- und Servicepersonal im laufenden Betrieb überprüfen muss. Wir bitten daher um Verständnis und Unterstützung unseres Personals im Sinne einer sicheren und pünktlichen Betriebsabwicklung.

Anmeldung zur Abnahme von E-Scooter bis 1,40 Meter: e-scooter@kvb.koeln

 

Ältere Dame mit E-Scooter

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Schulungsangebote

E-Scooter Schulung für Bus

Die KVB bietet allen berechtigten E-Scooter-Nutzern einen Schulungstermin an. Die Bus-Schulung ist kostenfrei, dauert ca. 2-3 Stunden und vermittelt folgende Inhalte:

  

  1. Erklärung Ablauf und Ziele der Schulung

  2. Theoretischer Teil
    -  Voraussetzungen zur Mitnahme
    Vermittlung des Rechtsrahmens
    -  Gefahren und richtiges Verhalten
    -  Piktogramme
    -  Kommunikation Fahrgäste und Fahrer

  3. Praktischer Teil
    -  Standort zum Einstieg an der Haltestelle
    -  Praktische Übungen zum Ein- und Ausstieg
    -  Positionieren des E-Scooters im Fahrzeug

  4. Vorstellung Kommunikationsmittel
    -  Erklärung des Liniennetzplans "Touren ohne Treppen"
    -  Bröschüre "Mit Bus und Bahn unterwegs"

 

 

E-Scooter Schulung für Stadtbahn
(Hochflurbahn Linien 3, 4, 5, 13, 16, 18)

Die KVB bietet allen berechtigten E-Scooter-Nutzern (bis max. 1,40 Meter Länge) einen Hochflurbahn-Schulungstermin an.


Wichtig:

Um an der Schulung teilnehmen zu können, ist vorher eine Abnahme des E-Scooters seitens der KVB erforderlich.

Die Schulung bezieht sich nur auf die Nutzung von Hochflurbahn-Linien im Stadtgebiet Köln (Linien 3, 4, 5, 13, 16, 18).

 

 

Die Stadtbahn-Schulung ist kostenfrei, dauert ca. 2-3 Stunden und vermittelt folgende Inhalte:  

  1. Erklärung Ablauf und Ziele der Schulung

  2. Theoretischer Teil
    -  Voraussetzungen zur Mitnahme
    Vermittlung des Rechtsrahmens
    -  Gefahren und richtiges Verhalten
    -  Piktogramme
    -  Kommunikation Fahrgäste und Fahrer

  3. Praktischer Teil
    -  Standort zum Einstieg an der Haltestelle
    -  Praktische Übungen zum Ein- und Ausstieg
    -  Positionieren des E-Scooters im Fahrzeug

  4. Vorstellung Kommunikationsmittel
    -  Erklärung des Liniennetzplans "Touren ohne Treppen"
    -  Bröschüre "Mit Bus und Bahn unterwegs"