Multimodale Lademodul-Integration (MuLI)

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In Bocklemünd, an einer der Endhaltestellen der Linie 126 (Bocklemünd - Chorweiler) haben die Kölner Verkehrs-Betriebe AG, RheinEnergie AG, Ford-Werke GmbH und das Ingenieurbüro Fehringer (Dortmund) das Innovationsprojekt MuLI - Multimodale Lademodul-Integration - gestaltet. Ziel des Projektes MuLI ist die Demonstration eines Ladesystems mit integrierten Lademodulen für verschiedene Fahrzeugklassen. Dabei ist deren Kernsystemarchitektur für die Nachladung von Batteriebussen ausgelegt.

Gleichzeitig wurde das multimodal ausgelegte Ladesystem an verschiedene Spannungsebenen des Wechsel- und Gleichstroms (10 kV AC, Bahn-DC) angeschlossen. Zudem wurde eine skalierbare Speicherlösung realisiert.

Grundlage für die skalierbaren Energiespeicher bilden Fahrzeughochvoltbatterien bzw. -zellen, deren Speicherkapazität für mobile Anwendungen nicht mehr ausreicht, die jedoch in stationären Speichern einer weiteren Nutzung zugeführt werden. Diese Batterien bzw. Zellen können zur Netzstabilisierung, Minimierung des Leistungsbezugs und optional als Regelleistungsreserve für lokale Stromnetze genutzt. Hierdurch lassen sich die Kosten sowohl für die mobilen Anwendungen (z. B. E-Pkw) als auch die stationären Speicher reduzieren.

Die Kernanwendung des MuLI-Ladesystems besteht in der Bereitstellung hoher Ladeleistungen für schnellladefähige Batteriebusse, die auch künftig ein integraler Bestandteil des elektrischen ÖPNV sein werden. Insbesondere auf hoch belasteten Gelenkbuslinien sind mehrere solcher Ladesysteme notwendig und werden an den Endhaltestellen platziert. Hier bestehen Schnittpunkte zwischen motorisiertem Individualverkehr (MiV) und ÖPNV.

Diese Schnittpunkte können ideale Standorte zum Aufbau multimodaler Mobilitäts-Hubs sein, wenn die unterschiedlichen Ladetechnologien für die Nachladung von Elektrofahrzeugen jeglicher Art (mit Wechselstrom oder Gleichstrom) und Leistung kombiniert werden können. Neben Batteriebussen und E-Pkw könnten weitere Fahrzeugklassen (z. B. Müllsammelfahrzeuge, KEP-Fahrzeuge) die Lademodule nutzen.

Insbesondere auch das zu realisierende Zähl- und Messkonzept bedeutet aufgrund der u. a. zu beachtenden Regelungen des Messe- und Eichrechtes und des Energiewirtschaftsrechtes eine große Herausforderung.

Mit dem MuLI-Ladesystem werden zum Teil vorhandene, dem heutigen Stand der Technik entsprechende, technische Komponenten kombiniert. Hierdurch entsteht sowohl ein wirtschaftlicher, als auch ein technischer Nutzen. Der technische Fortschritt, der durch die Innovationen erzielt wird, ist für die E-Mobilität von großer Bedeutung.