KVB-Geschichte von 1984 bis 2004

1985
Eröffnung des U-Bahn-Abschnitts Friesenplatz - Hans-Böckler-Platz - Gutenbergstraße. Die Busfahrer kontrollieren ab 20 Uhr alle Fahrausweise beim Einsteigen der Fahrgäste.

1986
Die Vorgebirgsbahn wird als Linie 18 komplett mit Kölner und Bonner Stadtbahnwagen gefahren und gleichzeitig in Köln vom Barbarossaplatz über Neumarkt - Dom/Hbf. - Ebertplatz - Zoo nach Mülheim verlängert.

1987
Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) nimmt nach 17 Jahren Vorbereitung seine Arbeit auf. Die KVB und die anderen elf am VRS beteiligten Verkehrsunternehmen verkehren nun auf der Basis des Tarifs der bisherigen Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Rhein-Sieg (VRS) zu einheitlichen Preisen und künftig auch nach gemeinsamen Fahrplänen im Verbundgebiet. Der Verbund umfasst die Städte Köln, Bonn, Leverkusen und Monheim sowie den Erftkreis, den Rheinisch-Bergischen-, den Oberbergischen- sowie den Rhein-Sieg-Kreis. Mit einem Verbundgebiet von rund 3900 qkm ist der VRS der drittgrößte Verkehrs- und Tarifverbund in der Bundesrepublik Deutschland.
Neuer U-Bahn-Tunnel im Zuge der Ringe mit den Stationen "Christophstraße", "Friesenplatz" und "Rudolfplatz" im Anschluss an die Tunnelstrecke Hansaring. Er erreicht im Süden über eine Rampe die oberirdisch gelegene Haltstelle "Zülpicher Platz". Neuordnung der KVB-Liniennummern beim Busverkehr: 120 - 149 linksrheinisch, 150-169 rechtsrheinisch und Sonderlinien ab 170.
Einführung der dritten Stadtbahnwagen (2200)-Serie, die mit jeweils nur einer Fahrerkabine als Doppelzug eingesetzt werden.

 

1989
10-Minuten-Takt auf allen Linien in der Stadt, außer der Linie 2 nach Frechen.
Anruf-Sammeltaxi auf verkehrsschwachen Linien.
Eröffnung der U-Bahnstrecke von Hans-Böckler-Platz bis zur Station Venloer Straße/Gürtel.




1990
Der Nachtschwärmer-Takt von freitags auf samstags und samstags auf sonntags bietet drei zusätzliche Nachtabfahrten an.
Zur Kundenberatung vor Ort in den besonders belebten U-Bahnstationen und an den Knotenpunkten setzt die KVB Service-Mitarbeiter ein.





Inbetriebnahme des direkten Umstiegs von der S-Bahn in den Bus am Bahnhof Dellbrück.







1991
Die Endhaltestelle Thielenbruch erhält eine Parkpalette als P+R-Platz.
Mit einem Fest wird das Jubiläum "90 Jahre Elektrische" begangen. An dem Wochenende kommen mehr als 70.000 Besucher auf den Neumarkt.





1992 Eröffnung der Verlängerung der Stadtbahnstrecke von der U-Bahnstation Venloer Str./Gürtel bis Bocklemünd. Eine neue Gesellschaft entsteht: Die KBE, KFBE und HKG verschmelzen zur Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK). Die KVB übernimmt die Stadtbahnlinien 16 und 18 der KBE. Die Buslinien der KBE im Erft-Kreis werden von der RVK betrieben. Die erste Busspur wird auf der Aachener Straße zwischen Junkerdorf und Weiden eingerichtet.



Eröffnung der Stadtbahnstrecke Linie 19 über die Amsterdamer Straße nach Riehl. Die Trasse in Mittellage hat ein sogenanntes Rasengleis.






1993
Der 15 Minuten-Takt am Feierabend zwischen 19 und 22.30 Uhr wird eingeführt. Die Wiener Verkehrsbetriebe stellen einen ihrer Niederflur-Stadtbahnwagen zu Testzwecken der KVB zur Verfügung. Die Kölner informieren sich über ihre künftigen Niederflurbahnen und machen viele Verbesserungsvorschläge.

Die mehr als 300 qm große Gleiskreuzung auf dem Barbarossaplatz wird an einem Wochenende ausgewechselt.

Um den veränderten Verhältnissen in der Kölner Innenstadt Rechnung zu tragen, werden die Service-Mitarbeiter von einem privaten Wachdienst unterstützt und stärken das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste. Sie heißen jetzt Sicherheits- und Ordnungsdienst.

Das Weihnachtshochwasser legt den Bahnverkehr auf der Rheinuferstraße lahm.

1994
Der Stadtbahn-Betriebshof Merheim wird eröffnet. Er bietet Platz für mehr als 100 Straßenbahnen und verfügt über modernste Werkstätten. Die Betriebshöfe Ost in Deutz und Thielenbruch werden geschlossen.

Trennung des Schienennetzes in Ost-West- und Nord-Südlinien in Vorbereitung auf den Einsatz der Niederflur-Stadtbahnwagen. Die Linie 9 fährt nun zwischen Königsforst und Sülz. Ziel ist es, künftig den ebenerdigen Einstieg in die Stadtbahnwagen zu ermöglichen.

Eröffnung des 9. Fahrgast-Centers in Rodenkirchen.

Die Haltestelle Schönhauser Straße erhält einen Holzbahnsteig, der den Bäumen an der Rheinuferstraße Platz und Luft zum Wachsen lässt.

"Anne und Jan fahren zum Zirkus" heißt das Unterrichtsmaterial für Grund- und Sonderschulen, das das Bus- und Bahnfahren erklärt. Von der KVB entwickelt wird es in der ganzen Bundesrepublik eingesetzt. 

Um neue Stadtteile zu erschließen oder Standardbusse in Schwachlastzeiten zu ersetzen, werden 10 Minimobile angeschafft, die mit nur 20 Sitzplätzen wirtschaftlicher eingesetzt werden können.

Mit mehr als 200 Millionen Fahrgästen im Jahr 1994 erreicht die KVB ein Rekordergebnis.

Von der Firma MAN werden 65 Niederflur-Gelenkbusse geliefert.

1995
Das Hochwasser zwingt die KVB erneut, den Bahnverkehr auf der Rheinuferstrecke zu unterbrechen.

Im Auftrag gesprühte Graffiti-Kunst ziert die Wände der Haltestelle Fixheider Weg.

Der Betriebshof Süd schließt nach 97 Jahren. Alle Busse sind nun auf dem Betriebshof Nord stationiert.

In den Sommerferien werden die Haltestellen Neumarkt und Rudolfplatz für den Einsatz der Niederflur-Stadtbahnwagen umgebaut. Die 35 cm hohen Bahnsteige fügen sich gut in die Platzflächen ein.

Mit einem Fest auf dem Neumarkt wird der erste Niederflur-Stadtbahnwagen in Köln begrüßt. Die Fahrzeuge werden auf den Ost-West-Linien eingesetzt, die über die Deutzer Brücke fahren. Zunächst wird die Linie 1 auf diese neuen Bahnen umgestellt.

In der südlichen Halle des ehemaligen Betriebshofes Thielenbruch wird die neue Endhaltestelle der Linien 3 und 15 eröffnet.






1996
Die verbundweit durchgeführte Verkehrserhebung bestätigt unter anderem die gestiegene Nachfrage der Fahrgäste nach stadtbahnmäßig ausgebauten Schienenstrecken.

Um dem dramatisch angestiegenen Vandalismus zu begegnen, setzt die KVB Avanti, das Antivandalismus-Team ein und kann schon bald erste Erfolge verbuchen.

Eröffnung des Parkhauses am Stadion als P+R-Platz. Es wird vom ADAC als vorbildliche Anlage gelobt.

Fahrausweise können in den Fahrgast-Centern nun auch mit der EC-Karte bezahlt werden.

Auch auf der Strecke der Linie 9 werden Niederflur-Stadtbahnwagen eingesetzt.

1997
Eröffnung der U-Bahn in Mülheim mit den Stationen Wiener Platz und Bahnhof Mülheim. Die Linien 13, 15 und 16 fahren von der Mülheimer Brücke direkt in die U-Bahn ein.
Neueröffnung des Fahrgast-Centers Mülheim - nach Jahren im Container - in der Zwischenebene des Wiener Platzes.







Eröffnung des Straßenbahn-Museums Thielenbruch.

1998
Die KVB setzt das neue rechnergesteuerte Betriebsleitsystem ein.
Um Synergieeffekte, wie zum Beispiel eine gemeinsame Betriebsleitung, nutzen zu können, erfolgt die Angliederung der Kölner Seilbahn an die KVB.

1999
Mit der Kundenzeitung „KVB-direkt", die an Kölner Haushalte verteilt wird, verstärkt die KVB ihre Kundeninformation.
Der aus den Anfangszeiten der Kölner U-Bahn stammende unterirdische Gang im Verteilergeschoss der Haltestelle Neumarkt wird zu einer freundlichen Passage umgestaltet. Ihr Name „HUGO" ist u.a. aus den Abkürzungen für Haltestelle und U-Bahn abgeleitet.

2000
Mit einer unterirdischen Verlängerung wird die Linie 1 im Osten bis an das Zentrum von Bensberg herangeführt.

2001
Mit dem Beschluss des Rates der Stadt Köln am 20. Dezember fällt die Entscheidung für eine Erweiterung des Niederflurnetzes um drei Strecken.
Mit 25 Bussen vom Typ "Citaro" von Mercedes-Benz hält eine neue Omnibus-Generation Einzug bei den Kölner Verkehrs-Betrieben.

2002
Die Kölner Verkehrs-Betriebe feiern ihr 125-jähriges Jubiläum. 1877 wurden die ersten Pferdebahnstrecken in Betrieb genommen.
Die ersten Hochflur-Stadtbahnwagen der neuen Serie K 5000 nehmen ihren Dienst auf.
Die Streckenverlängerungen der Linie 1 und 3 schaffen für die Bewohner von Weiden und Mengenich umsteigefreie Verbindungen ins Stadtzentrum.

2003
Nach über einjähriger Bauzeit wird die Modernisierung der Strecke der Linie 4 zwischen Mülheim und Schlebusch abgeschlossen. Auf sieben Kilometern ist aus einer alten Vorortbahn- und Stadtbahnstrecke eine moderne Stadtbahn mit barrierefreiem Zugang zum Kölner Nahverkehr geworden.
Mit der Auftragserteilung zum Bau der Nord-Süd Stadtbahn hat das Vergabeverfahren einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Im November übergibt der Vorstand der Kölner Verkehrs-Betriebe, Bauherr des Projekts, die Aufträge an die Arbeitsgemeinschaften der ausführenden Baufirmen.
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember setzt die KVB einen Beschluss des Rates der Stadt Köln um: Das Niederflurnetz, das nur 35 cm hohe Bahnsteige erfordert, wird um die Linien 6, 12, und 15 erweitert. Damit verbunden ist eine veränderte Linienführung. Durch die Trennung der hoch- und niederflurigen Strecken kommt der Nahverkehr seinem Ziel, überall einen stufenfreien Zugang zum Nahverkehr zu ermöglichen, einen großen Schritt näher.

2004
Die Gebäude 2 und 3 des neuen Verwaltungskomplexes „Westforum" der Kölner Verkehrs-Betriebe in der Scheidtweilerstraße werden Ende Mai bezogen.
Im Juni wird mit den Arbeiten zum umfangreichsten neuen Haltestellenbauwerk des Großprojekts Nord-Süd Stadtbahn, der Haltestelle „Heumarkt", begonnen.
In der unterirdischen Haltestelle „Neumarkt", der meistgenutzten U-Bahnstation in Köln, werden im August die Bahnsteige auf 90 cm Höhe angehoben. Fahrgäste können seitdem die Stadtbahnen stufenlos betreten und verlassen.